KHK

Herz und Kreislauf: Aufbau und Funktion

Die Gesamtheit der Blutgefäße des Körpers sind ein geschlossenes System, in dem das Blut zirkuliert. Dieser Kreislauf des Blutes wird durch die Tätigkeit des Herzens aufrechterhalten. Aufgabe des Blutkreislaufs ist es unter anderem, alle Organe und Gewebe kontinuierlich mit Sauerstoff zu versorgen und die Abbauprodukte des Stoffwechsels abzutransportieren.

Wie funktioniert das Herz?

Vier Hohlräume, geformt von starkem Muskelgewebe, bilden das Herz. Eine Scheidewand teilt das Organ in eine rechte und eine linke Hälfte. Jede Herzhälfte ist wiederum in den sogenannten Vorhof und die Kammer unterteilt.
 

Weiter lesen: Herz und Kreislauf: Aufbau und Funktion

Ballonaufdehnung (Ballondilatation)

Die Ballonaufdehnung, medizinisch Ballondilatation oder PTCA (perkutane transluminale K(c)oronar-Angioplastie) genannt, ist ein Behandlungsverfahren, mit dem die verengten Herzkranzgefäße wieder durchlässig gemacht werden sollen. In aller Regel schließt sie sich direkt an die Untersuchung der Herzkranzgefäße, die Koronarangiografie, an. Mit einer Ballonaufdehnung kann die Blutversorgung des Herzens verbessert werden, ohne dass am offenen Herzen operiert werden müsste.
 

Weiter lesen: Ballonaufdehnung (Ballondilatation)

Basistherapie

Die Grundlage für alle Behandlungsmethoden ist die Basistherapie. Sie verhilft Ihnen zu einer gesünderen Lebensweise und umfasst alle Maßnahmen, mit denen Sie selbst zur Behandlung der KHK und ihrer Risikofaktoren beitragen können. Die Basistherapie ist die Voraussetzung für die Vermeidung weiterer Gefäßveränderungen und Folgeschäden. Somit halten Sie ein wichtiges Mittel für Ihren Therapieerfolg und mehr Lebensqualität selbst in den Händen.
 

Die Ablagerungen, die sich bei der KHK in den Gefäßinnenwänden bilden, entstehen häufig durch Rauchen, falsche Ernährung und Bewegungsmangel.

Weiter lesen: Basistherapie

Behandlung mit Gerinnungshemmern

Gerinnungshemmer sind eine Medikamentengruppe, mit der die Blutgerinnung so beeinflusst werden soll, dass möglichst keine Gerinnsel auftreten, die zu einem Herzinfarkt oder Schlaganfall führen können. Im Rahmen des Behandlungsprogramms "Koronare Herzkrankheit' ist vorgesehen, dass alle Menschen mit einer stabilen Angina Pectoris bestimmte Gerinnungshemmer einnehmen, sofern nicht besondere Umstände dagegen sprechen. Auch nach bestimmen Eingriffen an den Herzkranzgefäßen sind sie notwendig. Darüber hinaus werden Gerinnungshemmer bei Herzrhythmusstörungen eingesetzt und wenn die Herzklappen nicht mehr richtig schließen.
 

Weiter lesen: Behandlung mit Gerinnungshemmern

Behandlung mit Statinen

Die koronare Herzkrankheit entsteht auf der Basis einer Arteriosklerose. Diese wiederum wird durch eine erhöhte Konzentration an Fettstoffen im Blut begünstigt. Um die Fettstoffzusammensetzung im Blut zu verbessern, werden Arzneimittel aus der Gruppe der Statine eingesetzt.

Welche Fettstoffe enthält das Blut?

Das medizinische Interesse richtet sich auf zwei Arten von Blutfettstoffen: Triglyzeride und Cholesterin. Die beiden werden unter dem Begriff „Lipide“ zusammengefasst.
 

Weiter lesen: Behandlung mit Statinen

Bypass-Operation

Eine Bypass-Operation sichert die Blutversorgung des Herzens, indem die Engstellen der Herzkranzgefäße durch verpflanzte Blutgefäße überbrückt werden. Dann kann das Blut durch diese transplantierten Gefäßumgehungen fließen und staut sich nicht mehr vor der Verengung. Für Menschen mit koronarer Herzkrankheit kann die Bypass-Operation eine Behandlungsmöglichkeit sein, die ihnen ein beschwerdearmes Leben ermöglicht, das nicht durch die Erkrankung verkürzt wird.

Wie läuft eine Bypass-Operation ab?

'Bypass' ist das englische Wort für Umgehung. Im Rahmen der Behandlung einer koronaren Herzkrankheit ist damit gemeint, dass verengte oder verschlossene Stellen der Herzkranzgefäße durch verpflanzte körpereigene Gefäße überbrückt werden. Eine Bypass-Operation ist eine Operation am offenen Herzen. Sie wird in spezialisierten herzchirurgischen Abteilungen von Kliniken durchgeführt.
 

Weiter lesen: Bypass-Operation

Interventionelle Therapie

Ein gesunder Lebensstil und darauf abgestimmte Medikamente sind bei der KHK wirksame Maßnahmen, die Durchblutungsstörung des Herzmuskels langfristig abzubauen. In einigen Fällen können die Verengungen der Gefäße zum Zeitpunkt der Diagnose allerdings schon so weit fortgeschritten sein, dass ein schnelleres Eingreifen nötig ist. Dann kommen operative Eingriffe infrage.
 

Weiter lesen: Interventionelle Therapie

Medikamentöse Therapie

Verschiedenartige Medikamente sollen helfen, positiven Einfluss auf den Verlauf der Erkrankung zu nehmen. Ihre Wirkung wird durch die Basistherapie unterstützt. Wenn beide Therapieformen optimal aufeinander abgestimmt sind, haben Sie gute Chancen, Ihren Gesundheitszustand dauerhaft zu verbessern und einen Herzinfarkt oder andere Folgeschäden zu vermeiden. 

 

Weiter lesen: Medikamentöse Therapie

Therapie: Ziele und Aufbau

Für Herzinfarkt, Herzinsuffizienz und Herzrhythmusstörungen besteht ein gemeinsames Risiko: die Verkalkung der Herzkranzgefäße. Ablagerungen in den Gefäßinnenwänden (Koronarsklerose) behindern die Versorgung des Herzmuskels. Folglich kann das Herz nicht mehr richtig arbeiten. Diese Unterversorgung kann sich durch Schmerzen in der Brust bemerkbar machen. Bei der Behandlung der KHK geht es vor allem darum, das Voranschreiten der Gefäßveränderungen zu verhindern und bereits vorhandene Gefäßschäden zu beseitigen. Werden diese Therapieziele erreicht, gewinnen Sie an Lebensqualität und können Folgeschäden vermeiden.

Weiter lesen: Therapie: Ziele und Aufbau