Erkrankungen

Behandlung des Bluthochdrucks

Ziel der Behandlung ist es, den Blutdruck dauerhaft zu normalisieren. Angestrebt wird ein Wert unterhalb von 140/ 90 mmHg bei ärztlichen Messungen und unter 135/ 85 mm Hg bei Selbstmessungen. Wird der Bluthochdruck bei KHK-Patienten diagnostiziert, sind Änderungen am Lebensstil als alleinige Therapiemaßnahme nicht ausreichend. Eine medikamentöse Behandlung ist erforderlich. Obwohl eine breite Palette an erprobten und gut wirksamen Medikamenten vorliegt, sollten Sie sich nicht auf diese allein verlassen. Die folgenden Maßnahmen helfen nicht nur, den Blutdruck zu senken, sondern beugen zugleich weiteren Gefäßverengungen sowie Herz-Kreislauf-Beschwerden vor:
 

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Behandlung mit Betablockern

Betablocker sind eine Medikamentengruppe, mit der in erster Linie hoher Blutdruck gesenkt werden soll. Sie werden aber auch bei koronarer Herzkrankheit, vor allem nach einem Herzinfarkt, bei Angina Pectoris und Herzrhythmusstörungen eingesetzt. Bei einer Herzschwäche kommen sie in Kombination mit anderen Mitteln infrage.

Was sind Betablocker?

Die korrekte Bezeichnung dieser Arzneimittelgruppe lautet Beta-Adrenorezeptorenblocker, doch mittlerweile ist die Kurzversion Betablocker der gängige Begriff.
 

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Blutdruck messen

Wurde bei Ihnen kein Bluthochdruck festgestellt, ist eine selbstständige regelmäßige Kontrolle nicht nötig. In diesem Fall wird nur der Arzt bei den Kontrolluntersuchungen überprüfen, ob die Blutdruckwerte weiterhin in Ordnung sind.


Wann Sie Ihren Blutdruck messen

Wenn Sie Bluthochdruck haben, fragen Sie Ihren Arzt, wann und wie oft Sie Ihren Blutdruck messen sollen. Anfangs messen Sie in der Regel mehrfach selbstständig, meist dreimal täglich, zu Hause.

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Herz und Kreislauf: Aufbau und Funktion

Die Gesamtheit der Blutgefäße des Körpers sind ein geschlossenes System, in dem das Blut zirkuliert. Dieser Kreislauf des Blutes wird durch die Tätigkeit des Herzens aufrechterhalten. Aufgabe des Blutkreislaufs ist es unter anderem, alle Organe und Gewebe kontinuierlich mit Sauerstoff zu versorgen und die Abbauprodukte des Stoffwechsels abzutransportieren.

Wie funktioniert das Herz?

Vier Hohlräume, geformt von starkem Muskelgewebe, bilden das Herz. Eine Scheidewand teilt das Organ in eine rechte und eine linke Hälfte. Jede Herzhälfte ist wiederum in den sogenannten Vorhof und die Kammer unterteilt.
 

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Ballonaufdehnung (Ballondilatation)

Die Ballonaufdehnung, medizinisch Ballondilatation oder PTCA (perkutane transluminale K(c)oronar-Angioplastie) genannt, ist ein Behandlungsverfahren, mit dem die verengten Herzkranzgefäße wieder durchlässig gemacht werden sollen. In aller Regel schließt sie sich direkt an die Untersuchung der Herzkranzgefäße, die Koronarangiografie, an. Mit einer Ballonaufdehnung kann die Blutversorgung des Herzens verbessert werden, ohne dass am offenen Herzen operiert werden müsste.
 

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Basistherapie

Die Grundlage für alle Behandlungsmethoden ist die Basistherapie. Sie verhilft Ihnen zu einer gesünderen Lebensweise und umfasst alle Maßnahmen, mit denen Sie selbst zur Behandlung der KHK und ihrer Risikofaktoren beitragen können. Die Basistherapie ist die Voraussetzung für die Vermeidung weiterer Gefäßveränderungen und Folgeschäden. Somit halten Sie ein wichtiges Mittel für Ihren Therapieerfolg und mehr Lebensqualität selbst in den Händen.
 

Die Ablagerungen, die sich bei der KHK in den Gefäßinnenwänden bilden, entstehen häufig durch Rauchen, falsche Ernährung und Bewegungsmangel.

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Behandlung mit Gerinnungshemmern

Gerinnungshemmer sind eine Medikamentengruppe, mit der die Blutgerinnung so beeinflusst werden soll, dass möglichst keine Gerinnsel auftreten, die zu einem Herzinfarkt oder Schlaganfall führen können. Im Rahmen des Behandlungsprogramms "Koronare Herzkrankheit' ist vorgesehen, dass alle Menschen mit einer stabilen Angina Pectoris bestimmte Gerinnungshemmer einnehmen, sofern nicht besondere Umstände dagegen sprechen. Auch nach bestimmen Eingriffen an den Herzkranzgefäßen sind sie notwendig. Darüber hinaus werden Gerinnungshemmer bei Herzrhythmusstörungen eingesetzt und wenn die Herzklappen nicht mehr richtig schließen.
 

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Behandlung mit Statinen

Die koronare Herzkrankheit entsteht auf der Basis einer Arteriosklerose. Diese wiederum wird durch eine erhöhte Konzentration an Fettstoffen im Blut begünstigt. Um die Fettstoffzusammensetzung im Blut zu verbessern, werden Arzneimittel aus der Gruppe der Statine eingesetzt.

Welche Fettstoffe enthält das Blut?

Das medizinische Interesse richtet sich auf zwei Arten von Blutfettstoffen: Triglyzeride und Cholesterin. Die beiden werden unter dem Begriff „Lipide“ zusammengefasst.
 

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Bypass-Operation

Eine Bypass-Operation sichert die Blutversorgung des Herzens, indem die Engstellen der Herzkranzgefäße durch verpflanzte Blutgefäße überbrückt werden. Dann kann das Blut durch diese transplantierten Gefäßumgehungen fließen und staut sich nicht mehr vor der Verengung. Für Menschen mit koronarer Herzkrankheit kann die Bypass-Operation eine Behandlungsmöglichkeit sein, die ihnen ein beschwerdearmes Leben ermöglicht, das nicht durch die Erkrankung verkürzt wird.

Wie läuft eine Bypass-Operation ab?

'Bypass' ist das englische Wort für Umgehung. Im Rahmen der Behandlung einer koronaren Herzkrankheit ist damit gemeint, dass verengte oder verschlossene Stellen der Herzkranzgefäße durch verpflanzte körpereigene Gefäße überbrückt werden. Eine Bypass-Operation ist eine Operation am offenen Herzen. Sie wird in spezialisierten herzchirurgischen Abteilungen von Kliniken durchgeführt.
 

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Interventionelle Therapie

Ein gesunder Lebensstil und darauf abgestimmte Medikamente sind bei der KHK wirksame Maßnahmen, die Durchblutungsstörung des Herzmuskels langfristig abzubauen. In einigen Fällen können die Verengungen der Gefäße zum Zeitpunkt der Diagnose allerdings schon so weit fortgeschritten sein, dass ein schnelleres Eingreifen nötig ist. Dann kommen operative Eingriffe infrage.
 

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Medikamentöse Therapie

Verschiedenartige Medikamente sollen helfen, positiven Einfluss auf den Verlauf der Erkrankung zu nehmen. Ihre Wirkung wird durch die Basistherapie unterstützt. Wenn beide Therapieformen optimal aufeinander abgestimmt sind, haben Sie gute Chancen, Ihren Gesundheitszustand dauerhaft zu verbessern und einen Herzinfarkt oder andere Folgeschäden zu vermeiden. 

 

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Therapie: Ziele und Aufbau

Für Herzinfarkt, Herzinsuffizienz und Herzrhythmusstörungen besteht ein gemeinsames Risiko: die Verkalkung der Herzkranzgefäße. Ablagerungen in den Gefäßinnenwänden (Koronarsklerose) behindern die Versorgung des Herzmuskels. Folglich kann das Herz nicht mehr richtig arbeiten. Diese Unterversorgung kann sich durch Schmerzen in der Brust bemerkbar machen. Bei der Behandlung der KHK geht es vor allem darum, das Voranschreiten der Gefäßveränderungen zu verhindern und bereits vorhandene Gefäßschäden zu beseitigen. Werden diese Therapieziele erreicht, gewinnen Sie an Lebensqualität und können Folgeschäden vermeiden.

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Der Herzinfarkt

Mit einer gesunden Lebensweise können Sie Ihr Risiko für einen Herzinfarkt entscheidend senken. Die Möglichkeit, dass es trotzdem zu einem Herznotfall kommt, können Sie aber nie ganz ausschließen. Daher ist es wichtig, die Anzeichen eines Herzinfarkts zu kennen, und immer auf einen Notfall vorbereitet zu sein.


Was ist ein Herzinfarkt?

Das Herz versorgt unseren ganzen Körper mit Blut und Sauerstoff. Um diese Aufgabe dauerhaft leisten zu können, muss auch der Herzmuskel selbst über die Herzkranzgefäße mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt werden.
 

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Die Behandlung des Herzinfarkts

Bereits im Krankenwagen kann der Notarzt die ersten medizinischen Maßnahmen einleiten. Wenn der Notarzt eintrifft, wird er sich zunächst einen ersten Eindruck vom Patienten verschaffen. Ist der Betroffene ansprechbar, erkundigt sich der Arzt nach den Schmerzen und deren Lokalisation, der Einnahme von Medikamenten sowie Vorerkrankungen. Ist der Patient nicht bei Bewusstsein, werden Atmung und Puls geprüft und gegebenenfalls wird mit Wiederbelebungsmaßnahmen begonnen. Ein EKG wird angeschlossen, um die Herzaktionen besser beurteilen zu können. Einen Defibrillator setzt der Notarzt bei Kammerflimmern ein.

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Die richtige Vorbereitung für den Notfall

Die nachfolgenden Informationen sind in zwei Teile gegliedert. Der erste Abschnitt beleuchtet die Frage, was Sie vorbeugend tun können, um im Falle eines Herzinfarkts schnell und richtig reagieren zu können. Der zweite Abschnitt hält konkrete Informationen für das korrekte Verhalten im Notfall bereit.


Was Sie vorbeugend tun können

Sie sollten mit Ihrem Arzt besprechen, was im „Fall der Fälle“ zu tun ist. Da Sie im Notfall aber möglicherweise nicht ansprechbar sind, sollten auch Ihre Familie und Freunde gut informiert sein. Denn schnelles und richtiges Handeln kann bei einem Herzinfarkt Leben retten! Bitten Sie Ihre Familienmitglieder, Ihren Partner, oder auch Ihre Freunde, sich umfassend über Ihre Erkrankung und über Hilfe-Maßnahmen im Notfall zu informieren.
 

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Herzinsuffizienz zur Einführung

Reicht die Pumpkraft des Herzens nicht aus, um ausreichend Blut in den Körperkreislauf zu pumpen, spricht man von einer Herzinsuffizienz, also einer Herzleistungsschwäche.

Unterschieden werden die systolische und die diastolische Herzinsuffizienz. Kann das Herz nicht ausreichend Blut in unseren Organismus pumpen, weil der Herzmuskel geschwächt ist oder unter einer Funktionsstörung leidet, werden die Organe nicht ausreichend versorgt. In diesem Fall spricht man von einer systolischen Herzinsuffizienz. Damit das Herz überhaupt ausreichend Blut in den Körper ausstoßen kann, muss es sich zunächst mit Blut füllen. Doch auch dieser Vorgang kann behindert sein, so dass sich das Blut vor dem Herzen staut. Dann ist von einer diastolischen Herzinsuffizienz die Rede.
 

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Herzrhythmusstörungen

Dieser Beitrag betrachtet verschiedene Formen der Herzrhythmusstörungen. Es wird gezeigt, wie diese entstehen und wie sie behandelt werden. Einen Schwerpunkt bildet dabei die Behandlung mit Herzschrittmachern und implantierbaren Kardioverter-Defibrillatoren (ICDs).

 

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